Unfallkasse Baden-Württemberg

Erweitertes DEÜV-Meldevefahren und Änderung des Einzugs der Insolvenzgeldumlage

Die Unternehmer übermitteln bisher der Unfallkasse Baden-Württemberg einmal im Jahr die Daten zur Unfallversicherung, soweit der Beitrag nach Entgelt bemessen wird. Auf dem Lohnnachweis teilen sie mit, welche Lohnsumme sie an ihre Beschäftigten für das zurückliegende Jahr ausbezahlt haben. Dieser Lohnnachweis entfällt ab dem Jahr 2016. Er wird durch das erweiterte Meldeverfahren ersetzt, das bereits seit 2009 für Arbeitgeber Pflicht ist. Statt einer jährlichen Meldung für das gesamte Unternehmen übermittelt der Arbeitgeber die Daten zur Unfallversicherung zukünftig mit der Jahresentgeltmeldung zum Gesamtsozialversicherungsbeitrag – also für jeden seiner Beschäftigten. Dazu wird die Entgeltmeldung um Felder erweitert, in denen der Arbeitgeber für den Beschäftigten angibt:

  • die Mitgliedsnummer des Unternehmens bei der Unfallkasse Baden-Württemberg
  • die Betriebsnummer der Unfallkasse Baden-Württemberg (67334480)
  • die vom Mitarbeiter geleisteten Arbeitsstunden (entfällt bei uns, Angabe „Null“)
  • das an den Mitarbeiter gezahlte versicherungspflichtige Entgelt
  • und die Gefahrtarifstelle, der der Mitarbeiter zuzuordnen ist.

Diese Meldung wird auch dann fällig, wenn der Mitarbeiter abgemeldet wird oder zum Beispiel beim Wechsel der Krankenkasse. 

Die Felder müssen auch dann gefüllt werden, wenn die Umlagebeiträge nicht nach dem Entgelt sondern z. B. nach der Einwohnerzahl berechnet werden. Wir haben in einem Mitgliederrundschreiben darüber informiert, wie die Felder zu füllen sind. Hier finden Sie nähere Angaben für die Meldung.

Mit dem Zweiten Mittelstandsentlastungsgesetz ist die Betriebsprüfung hinsichtlich der Beitragsgrundlagen für die Unfallversicherung von den Unfallversicherungsträgern auf die Rentenversicherung übergegangen. Diese prüft zukünftig für die Unfallversicherung, ob der Arbeitgeber die korrekten Daten zur Unfallversicherung angegeben hat. Die Rentenversicherung möchte diese Daten arbeitnehmerbezogen verarbeiten und prüfen, da sie auch alle anderen Daten (also die Meldung zur Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung) arbeitnehmerbezogen prüft. Wenn die Umlagebeiträge nicht nach dem Entgelt berechnet werden, erfolgt keine Prüfung durch die Rentenversicherung.

Die Software, die für die Lohnbuchhaltung 2009 verwendet wird, muss in der Lage sein, die neuen Daten zu melden. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an den zuständige Service Ihres Softwareanbieters.

Einzug der Insolvenzgeldumlage künftig durch die Krankenkassen

Insolvenzgeld erhalten Arbeitnehmer im Falle der Insolvenz ihres Arbeitgebers als Ausgleich für offene Entgeltansprüche. Es wird von den Agenturen für Arbeit ausgezahlt. Künftig wird auch das Insolvenzgeld auf einem anderen Weg von den Arbeitgebern eingezogen, die diese Leistung allein finanzieren. Der Beitrag wird auf das rentenversicherungspflichtige Entgelt erhoben und ist seit 2009 an die Einzugsstellen der Krankenkassen zu überweisen. Der Beitragssatz wird von der Bundesregierung festgelegt.

 

Für mehr Informationen:

Christoph Baßler
Tel.: 0721 6098 352
Werner Benz
Tel.: 0721 6098 211
Manfred Groß
Tel.: 0721 6098 213