Unfallkasse Baden-Württemberg

Notfall- und Krisenmanagement

Notfall- und Krisensituationen wie beispielsweise tätliche Übergriffe, Amokläufe, schlimme Arbeitsunfälle sowie heftige Beleidigungen und Drohungen haben schwerwiegende Auswirkungen auf Unternehmen und die dort tätigen Mitarbeitenden. Die genannten Ereignisse stellen extreme psychische Stresssituationen für Betroffene dar, die nachhaltig traumatisierend wirken können.
Ein systematisches Notfall- und Krisenmanagement hilft  dabei, solche Extremsituationen zu bewältigen. Ein Notfall- und Krisenmanagement hat zum Ziel

  • auf Notfälle und Krisen vorbereitet zu sein
  • im Fall eines Notfalls geplant zu handeln
  • nach einem Notfall schnell wieder in die Normalität zurückzukehren, ohne das Vorgefallene zu verdrängen.

Arbeitgeber und Führungskräfte haben die Aufgabe im Rahmen der Fürsorgepflicht ihre Mitarbeitenden vor schwerwiegenden psychischen Auswirkungen nach besonders belastenden beruflichen Situationen zu schützen.  
                                                                                                             
Das betriebliche Notfallmanagement umfasst daher

  • die Minimierung von Extremsituationen und deren Folgen
    (z. B. durch die Schaffung von gefährdungsarmen Arbeitsverhältnissen durch baulich-technische, organisatorische und persönliche Maßnahmen)
  • den Aufbau von Strukturen
    (z. B. durch das Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen und Notfallplänen, die Festlegung von  Verantwortlichkeiten und Ansprechpartnern)
  • die Schulung von Mitarbeitenden
    (z. B. Kenntnisse über Notfallkonzept, Ablaufschema und Ansprechpartner)
  • die Planung der Akutversorgung nach einem belastenden Ereignis
    (z. B. durch psychologische erste Hilfe)
  • die Sicherstellung der Nachsorge für Betroffene.